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Die neuen Preise für Wohnimmobilien in Salzburg Stadt

Wie haben sie sich im letzten Jahr entwickelt und wie geht es weiter?

„Ausverkauft“ trifft es wohl am besten, will man den Immobilienmarkt in Salzburg 2020 charakterisieren. Zu wenig Angebot sorgte bei hoher Nachfrage für steigende Preise und einen leichten Marktrückgang auf knapp 1.400 * Wohnimmobilien.

Gebrauchte Eigentumswohnungen führen nach wie vor die Hitliste an. Rund 760 Wohnungen wechselten ihre Besitzer. Im Mittel wurden 4.850 Euro/m² bezahlt. Die Spanne ist groß: Je nach Stadtteil, Lage und Ausstattung reicht sie von knapp 3.000 Euro/m² in der Elisabeth Vorstadt über 8.500 Euro/m² für Premiumlagen in der Altstadt. Durchschnittlich stiegen die Preise um 8,9 %.

Neubau: hohe Nachfrage, ausgedünntes Angebot. Über 350 Objekte wurden 2020 als Erstbezug an die Eigentümer übergeben. Da viele Projekte bereits vor Ausbruch der Pandemie in die Vermarktung gingen, drehte sich die Preisspirale moderater als bei den gebrauchten Wohnungen. Durchschnittlich 3,7 % mehr mussten Käufer für ihren Traum vom Eigenheim bezahlen. Unter 5.000 Euro/m² ist – abgesehen von gemeinnützigen Objekten – kaum mehr etwas zu finden, mit 10.000 Euro/m² das Doppelte auszugeben, ist aber durchaus möglich.

Bauland ist begehrt und knapp. Rechnet man Abrissobjekte hinzu, fanden gerade einmal 20 Parzellen den Weg ins Grundbuch. Was rar ist, kostet Geld, im Schnitt 12,8 % mehr als noch ein Jahr zuvor. Unter 1.000 Euro/m² geht auf dem freien Markt praktisch nichts mehr, auch die magische Grenze von 2.000 Euro/m² wurde bereits mancherorts durchbrochen. Mit nur gut 100 Transaktionen und gewaltigen Preisspannen sieht es bei Einfamilienhäusern ganz ähnlich aus. Die Erhöhung beträgt im Mittel 7,6 %. Ältere Objekte orientieren sich am Preis für den Baugrund, für besser erhaltene Häuser beginnt die Preisskala bei rund einer Million Euro.

Unsere Einschätzung für heuer: Immobilien sind krisensicher und erfreuen sich auch bei wirtschaftlicher Besserung einer großen Beliebtheit. Wer in der Vergangenheit auf sinkende Preise hoffte, wurde enttäuscht. Skeptiker, die eine Immobilienblase im Anflug sahen, wurden widerlegt. Bei anhaltend hoher Nachfrage erwarten wir anziehende Preise im Neubau und eine moderate Steigerung bei gebrauchten Objekten und Grundstücken. Im preislich konstanten Mietmarkt wird es aufgrund des breiten Angebots keine großen Preissprünge nach oben geben.

Das Preisgefüge in den Stadtteilen sehen Sie auf der Wohnlagenkarte links. Für die Stadtberge haben wir aufgrund der geringen Anzahl an Transaktionen und der Besonderheit der Objekte keine Bewertung vorgenommen, da sich statistisch keine verlässlichen Aussagen treffen lassen. Detailinformationen zu Ihrem Stadtteil finden Sie ab Seite 16.

* Die Anzahl ergibt sich aus den Verbücherungen im Jahr 2020 (Datenstand 02/2021). Verglichen wird mit den Verbücherungen von 2019. Da im Schnitt 170 Tage vergehen, bis ein Kaufvertrag verbüchert wird, können genaue Angaben zu den tatsächlich im Zeitraum 2020 verkauften Immobilien erst im Sommer/Herbst 2021 gemacht werden.

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